23.02.2012
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Roadshow auf dem Schulhof der Berufsschule Itzehoe
Zukunft und Perspektiven für Junge Generation

Roadshow fordert Zukunft und Perspektiven für Junge Generation: IG Metall ruft auf zum Aktionsfestival und Konzert zur bundesweiten Demonstration am 1. Oktober 2011

 

 

Mit einer Roadshow auf dem Schulhof der Berufschule Itzehoe setzte sich die IG Metall in der Unterelbe heute für Zukunft und Perspektiven für die Junge Generation ein. Es wurden neben zahlreichen Diskussionen die Unterschriftensammlung in den Kreisen Steinburg, Dithmarschen und Pinnberg die „Charta Arbeit sicher und Fair – Perspektiven für die Junge Generation“ begonnen und zum Aktionsfestival der IG Metall „Arbeit Sicher und Fair“ am 1. Oktober in Köln aufgerufen.

„Der Jugend gehört die Zukunft? Die ganze Welt steht ihnen offen? Weit gefehlt. Die Jugendproteste und Unruhen in Europa sind Ausdruck mangelnder Perspektiven. Auch in Deutschland sind die Aussichten vieler junger Menschen düster“ erklärte IG Metall Unterelbe Bevollmächtigter Uwe Zabel heute vor den rund 1.000 Berufsschülerinnen und Berufschülern in Itzehoe. Die IG Metall erneute heute in Itzehoe ihre Forderung nach gerechten Chancen auf Arbeit, Bildung und Ausbildung. Fast jeder Zweite junge Mensch ist in Spanien ohne Arbeit. In Griechenland, ist es jeder Dritte. In Großbritannien sind fast 20 Prozent der unter 25-Jährigen arbeitslos. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt europaweit bei 20 Prozent.

 

„Auch in Deutschland gehen Wirtschaftsboom und Aufschwung an der jungen Generation vorbei. Hier waren im Juni 2011 laut Statistischem Bundesamtrund 430.000 junge Leute erwerbslos. Diese 9,1 Prozent der Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren als politischen Erfolg zu verkaufen, ist menschenverachtend gegenüber den jungen Menschen und skandalös“ stellte Uwe Zabel empört fest. „Auf den ersten Blick stehe Deutschland damit zwar vergleichsweise gut da. Doch auch hierzulande ist die Lage der Jugend schlechter als die anderer Altersgruppen. Die Quote von 9,1 Prozent sei nur die halbe Wahrheit. Denn viele jugendliche Arbeitslose tauchen in der Arbeitslosenstatistik gar nicht auf. Sie durchlaufen staatlich geförderte Übergangsmaßnahmen, machen Praktika oder drücken länger als gewollt die Schulbank.“

"Im wirtschaftlichen Aufschwung werden die Jungen abgehängt und im Erwerbsleben an den Rand gedrängt. Eine Generation auf Abruf ist es nicht hinnehmbarer gesellschaftliche Skandal", stellt die 2. ehrenamtliche Bevollmächtige der IG Metall Unterelbe und Betriebsratsvorsitzende von SiHi Itzehoe, Carmen Lühr, fest. „Diejenigen, die einen Job haben, sind häufig nur prekär beschäftigt. Sie stecken in Leiharbeit, Teilzeit oder in befristeten Jobs. Wer das Glück hat, eine Berufsausbildung zu machen, weiß nicht, ob er anschließend übernommen wird oder wieder auf der Straße steht. Junge Menschen müssen die Chancen und das Recht haben, ihre eigene Zukunft gestalten zu können. Das ist nur gerecht. Ihre Wünsche dürfen nicht den Gewinn- und Flexibilisierungsinteressen der Arbeitgeber untergeordnet werden.“

„Wir wollen die Interessen der jungen Generation in das Zentrum der Politik der IG Metall rücken. Unser Ziel ist es sichere und gute Arbeit, Vereinbarkeit von Arbeit, Bildung und Ausbildung für junge Erwachsene zu erreichen“  erklärte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Unterelbe, Uwe Zabel. Dazu sollen Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen zu Ausbildung, Übernahme, Qualifizierung weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig wolle die IG Metall mehr betriebliche Lösungen zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Leben aushandeln.

"Wir werden dort konkret handeln, wo unsere größte Gestaltungskompetenz liegt: im Betrieb, in den Branchen und in der Tarifpolitik. Damit greifen wir die Erwartungen junger Erwachsener an ihre Arbeits- und Lebensperspektiven direkt auf", so die 2. Bevollmächtigte der IG Metall Unterelbe und Betriebsratsvorsitzende von Sterling Schi Itzehoe Carmen Lahr.

 

„Wir dürfen nicht länger einen Teil der jungen Menschen mit dauerhaft unsicherer Arbeit ausschließen, während wir den anderen Teil mit Arbeit ohne Ende überziehen. Wir brauchen sichere und faire Arbeit für alle", forderte IG Metall Bevollmächtigter Uwe Zabel heute auf der Kundgebung der Roadshow in Itzehoe.

 

"Ob Leiharbeit, befristete Beschäftigungen, Werkverträge, Dauerpraktika und Arbeitslosigkeit: Junge Erwachsene sind überproportional von unsicherer Arbeit betroffen. Der Einstieg ins Berufsleben beginne für viele mit Unsicherheit: Für vier von zehn Beschäftigten unter 25 Jahren verlaufe er über Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs“, so Malte Jarren von der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Fa. Sterling SiHi Itzehoe. „Das wollen wir gemeinsam ändern. Die IG Metall Jugend ruft daher zum Aktionsfestival am 1. Oktober 2011 in Köln mit Demo und Konzert von Culcha Candela, Revolverheld, Jennifer Rostock, Mono und Nikitaman und Dolly Gun, Moderation: Carolin Kebekus auf. Der Eintritt beträgt ermäßigt 10 Euro.“

 

Die Busse zum Aktionsfestival am 1. Oktober 2011 in Köln fahren von

  • Itzehoe (um 05:30 Uhr von Fa. Sterling SiHi Itzehoe, Lindenstr.)
  •  Elmshorn (um 06:15 Uhr vom ZOB Elmshorn)
  • Uetersen (um 05:30 Uhr von Fa. Hatlapa, J.-P.-Lange-Str.)
  • und Wedel (um 06:00 Uhr vom Bahnhof).
  •  

Nähere Infos und Eintrittskarten zum Aktionsfestival:

Sirko Hartmann, 0170/33 33 910 sowie bei den Betriebsräten und bei der IG Metall und unter www.jungegeneration.de

Die IG Metall Verwaltungsstelle Unterelbe vertritt die abhängig Beschäftigten in der Metallindustrie und in allen Handwerken (Metall, Textil , Holz und Kunststoff) der Textil und Bekleidungsbranche, der Holz - und Kunststoffbranche. In Produktion und Dienstleistung. In den Kreisen Pinneberg, Steinburg und dem südlichen Teil des Kreises Dithmarschen in Schleswig Holstein.

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